HNO-Hygiene

Die richtige HNO-Hygiene

Unsere Zähne putzen wir, hoffentlich, täglich. Ebenso sollten auch Nase und Ohren regelmäßige Pflegeeinheiten erhalten. Dies dient nicht nur der gebotenen Reinlichkeit, sondern auch dem Schutz vor Erkrankungen dieser so wichtigen und sensiblen Körperregionen. Und selbst für die Stimme kann man Gutes tun.

Die Ohren richtig pflegen

Das Ohr ist in der Lage, sich weitgehend selbst zu reinigen. Das Ohrenschmalz (Zerumen) ist dabei kein Zeichen mangelnder Sauberkeit, sondern erfüllt eine wichtige Schutzfunktion: Es hält den Gehörgang geschmeidig, bindet Staub und Schmutzpartikel und wirkt einer Besiedlung mit Krankheitserregern entgegen. Durch die natürlichen Bewegungen beim Kauen und Sprechen wandert das Zerumen langsam nach außen, wo es antrocknet und von selbst abfällt.

Zur täglichen Pflege genügt es in der Regel, die Ohrmuschel und den Bereich hinter dem Ohr mit einem weichen, feuchten Tuch zu reinigen. Von der Reinigung des Gehörgangs mit Wattestäbchen wird allgemein abgeraten: Sie schieben das Ohrenschmalz häufig tiefer in den Gehörgang, können den empfindlichen Selbstreinigungsmechanismus stören und im ungünstigen Fall die Haut oder das Trommelfell verletzen. Auch von spitzen Gegenständen sollten Sie zur Reinigung Abstand nehmen. Haben Sie das Gefühl, dass ein Ohr verstopft ist oder schlechter hört, ist eine fachärztliche Abklärung der sinnvollere Weg als der Griff zum Wattestäbchen.

Die Nase schonend pflegen

Die Nase befeuchtet, erwärmt und reinigt die Atemluft, bevor diese die tieferen Atemwege erreicht. Damit sie diese Aufgaben erfüllen kann, sind die Schleimhäute auf eine ausreichende Feuchtigkeit angewiesen. Besonders in der Heizperiode oder in klimatisierten Räumen kann die Nasenschleimhaut austrocknen. Salzhaltige Nasensprays oder Nasenspülungen mit einer isotonischen Kochsalzlösung gelten allgemein als schonende Möglichkeit, die Schleimhäute zu befeuchten und festsitzendes Sekret zu lösen.

Abschwellende Nasensprays können bei einer Erkältung kurzfristig für eine freiere Nase sorgen. Bei längerer Anwendung besteht jedoch das Risiko einer Gewöhnung, bei der die Schleimhaut ohne das Spray immer wieder anschwillt. Fachleute weisen deshalb darauf hin, solche Präparate nur über einen begrenzten Zeitraum und nach ärztlicher Rücksprache zu verwenden. Halten Beschwerden wie eine dauerhaft behinderte Nasenatmung an, ist eine Untersuchung der Nase und der Nasennebenhöhlen ratsam.

Auch die Stimme profitiert

Die Stimme entsteht im Kehlkopf und reagiert empfindlich auf Austrocknung und Reizungen. Eine ausreichende Trinkmenge, eine gute Luftfeuchtigkeit und der Verzicht auf Tabakrauch gelten allgemein als förderlich für eine gesunde Stimme. Wer die Stimme beruflich stark beansprucht, kann ihr durch regelmäßige Sprechpausen etwas Entlastung gönnen. Bleibt die Stimme über mehrere Wochen heiser, sollte die Ursache fachärztlich abgeklärt werden.

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Stand: Juli 2026

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